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COMIC!-JAHRBUCH 2014

Sonderpreis der Jury für eine
bemerkenswerte Comicpublikation:
"Neufundland"


Interview mit den Herausgebern von Anne M. Delseit

Mit dem Ziel, comicbegeisterten Künstlern aus der Animationsbranche eine kreative Plattform zu bieten, fanden sich vier Köpfe zusammen und schufen die Anthologie "Neufundland". Hinter dem Comic-Clash-Teilnehmer stecken vier Verantwortliche, die ebenfalls aus der Animationsbranche kommen: Der gebürtige Münchener Animationskünstler und Studio Soi-Mitbegründer Jakob Schuh arbeitete im Auftrag der BBC an "Der Grüffelo". Sebastian Koch steuerte zu diesem oscarnominierten Projekt Konzeptzeichnungen zu. Der aus Leverkusen stammende Animationszeichner, Regisseur und Illustrator Uwe Heidschötter, Jahrgang 1978, feierte mit "Der Kleine und das Biest" ein mehrfach ausgezeichnetes Regiedebüt, illustriert Klett-Kinderbücher und machte 2013 auch mit seiner Kinder-Graphic-Novel "Kiste" (Szenario: Patrick Wirbeleit, erschienen bei Reprodukt) von sich hören. Und auch die aus Salzburg stammende Wahlberlinerin Sandra Brandstätter arbeitet freiberuflich als Illustratorin und Konzeptkünstlerin. 


COMIC!: Wie kam es zu "Neufundland"? Gab der "Comic Clash" den entscheidenden Anstoß oder war er nur ein zusätzlicher Anreiz?

Jakob Schuh: Der "Comic Clash" hat schon den entscheidenden Anstoß gegeben. Die Sehnsucht war bereits länger da, es fehlte der Auslöser: Trickfilmer sind in den meisten Fällen zuerst Comicleser, dann kommt man übers Zeichnen irgendwann zum Trickfilm. Aber eine leicht sentimentale Sehnsucht nach dem Geruch von Gedrucktem und der Möglichkeit, eine Geschichte mal (vergleichsweise) schnell und frei runterzuerzählen, ist schon immer da. Es braucht dann bloß einen Rahmen. Das war der "Comic Clash".

COMIC!: Wie habt ihr vier euch für die Leitung des Projekts gefunden?

Sebastian Koch: Jakob hatte davon gehört, daß Moga mobo und Epidermophytie zum "Comic Clash" aufrufen. Da er die Jungs von Moga mobo von früher kennt, hatte er Lust mitzumachen und hat die anderen drei ins Boot geholt.

COMIC!: Wie kam es zu dem Titel?

Jakob Schuh: Es ging uns bei der Talentsuche darum, nicht ausschließlich in den bekannten Gewässern der deutschen Comic– und Fanzineszene zu fischen, sondern (zumindest dem deutschen Leser) auch bisher unbekannte Stimmen zu liefern. Neues zu finden, dachten wir, gibt es sicher in Neufundland.

COMIC!: Wie habt ihr die Künstlerauswahl getroffen?

Jakob Schuh: Ich würde ohne nachzuzählen denken, 60% Kollegen, die wir bewundern, 30% Empfehlungen dieser Kollegen und 10% Leute, die wir nicht persönlich kennen, zu denen es keinen Kontakt über Dritte gibt und die wir einfach gefragt haben, weil wir sie toll finden. Und dann immer geschaut, daß die Mischung abwechslungsreich aber aus einem Guß ist.

COMIC!: "Neufundland" ist zu großen Teilen eine Plattform für Animationskünstler, die einen Ausflug ins Medium Comic unternehmen. Oder sogar mehr? Was unterscheidet Animationskünstler, die Comics zeichnen, von Illustratoren, die Comics zeichnen?

Sebastian Koch: Ich könnte mir vorstellen, daß Trickfilmer oft ein gutes Gefühl für Bildeinstellungen und für Rhythmus haben. Illustratoren arbeiten vielleicht oft graphischer. Das vermischt sich aber auch, bzw. hängt von den persönlichen Einflüssen ab.

Auf den Geschmack gekommen?
Weiterlesen im COMIC!-Jahrbuch 2014
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