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COMIC!-JAHRBUCH 2008

25 Jahre jung und rüstig
Das 14. Internationale Trickfilmfestival Stuttgart

Von Burkhard Ihme


Gerade rechtzeitig zum 25. Jubiläum, das sonst in ein festivalfreies Jahr gefallen wäre, stellte das 1982 als «Stuttgarter Trickfilmtage» gestartete «Internationale Trickfilmfestival Stuttgart» (seit 1988 unter diesem Namen) von zweijährlicher auf jährliche Austragung um. Dies hatte rein logistisch zur Folge, daß nur die Produktionen eines Jahres zur Auswahl standen und somit ein Qualitätsverlust zu befürchten war. Nun, um das Fazit vorwegzunehmen: Ein künstlerische Niedergang fand nicht statt, allerdings fehlten die herausragenden, sich unauslöschlich ins Gedächtnis einbrennenden Filme, wie etwa der letztjährige mehrfache Preisträger «Overtime» (ein Studentenfilm zudem).
Wurden im vergangenen Jahr 49.500 € in 12 Kategorien ausgelobt, so waren es in diesem Jahr 47.500 € in 8 Kategorien. Neu war der Deutsche Animationsdrehbuchpreis, die Hauptpreise von Stadt und Land im Internationalen Wettbewerb wurden zusammengelegt, ebenso der undotierte Preis der Kinderjury mit dem der Erwachsenen im Wettbewerb «Tricks for Kids (die Erwachsenenjury wurde eingespart), es entfielen der zweite und dritte Preis des SWR-Publikum-Preises (der in diesem Jahr nicht durch Voting des Fernsehpublikums vergeben wurde – es wurden im Fernsehen auch keine Filme gezeigt –, sondern durch Befragung des Kinopublikums auf allabendlich verteilten Stimmzetteln) und der Preis für den witzigsten Film (ein niedrig dotierter, aber traditionsreicher Preis mit wechselnden Sponsoren und glorreichen Gewinnern wie z.B. Nick Parks mit «Creature’s Comfort» und «Wallace and Gromit – The Wrong Trousers» und Daniel Greaves mit «Manipulation»).

Die Veranstaltungsorte hatten sich im Vergleich zum vergangenen Jahr kaum geändert, nur das Kommunale Kino (Austragungsort der ersten Festivals, wenn auch in anderen Räumlichkeiten), das 2006 noch 12 Programme zeigte, entfiel dieses Mal. «Neu» war das Haus der Wirtschaft, in dem nicht nur die «12. International Conference on Animation, Effects, Realtime and Content fmx» stattfand (wie immer in «geraden» Jahren im direkten Anschluß an das Festival), sondern auch der «Animation Production Day», der in 180 konzentrierten Einzel-Gesprächen Produzenten abendfüllender Spielfilmprojekte gezielt mit Weltvertrieben, Banken und Equity-Investoren zusammenbrachte und den Brückenschlag zwischen den beiden Veranstaltungen bildete. Das Open Air Kino
am Rande des Schloßplatzes trug diesmal den neuen Namen «Festival Garden», war um einige Würstchenbuden erweitert und profitierte vor allem vom – im vergangenen Jahr ausschließlich der Fußball-WM vorbehaltenen – guten Wetter.

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Burkhard Ihme (Hrsg.)
Oktober 2007
248 Seiten S/W
EUR 15,25
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