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COMIC!-JAHRBUCH 2008

Seminare und Stipendien
Interview mit Elke Steiner

Von Beatrix von Velsen


COMIC!: Zunächst einmal die obligatorische, aber SEHR wichtige Bitte: Stell dich doch bitte mal kurz vor (Geburtsort, wo bist du aufgewachsen, welche Ausbildung).

Elke Steiner: Ich komme aus Bremen, habe Freie Kunst an der Kunstakademie Münster in Westfalen studiert, dann Visuelle Kommunikation an der FH Münster mit Schwerpunkt Illustration. Es gab eine Comicgruppe, und Burkhard Fritsche war mehrere Semester bei uns Comic-Dozent. Die Erlanger Comic-Seminare haben mich sehr geprägt. Dann gab es noch eine Computer-Weiterbildung in Berlin.

COMIC!: Wie bist du dazu gekommen, Comiczeichnerin zu werden? Erzähl doch mal, wie du das Zeichnen gelernt und wann du damit angefangen hast. Wie kam es dazu, daß das Zeichnen zur Berufswahl wurde? Haben dich deine Eltern gefördert und motiviert?

Elke Steiner: Ich bin tatsächlich von zuhause immer sehr motiviert und gefördert worden. Als Schülerin dachte ich, ich werde riesige Ölschinken malen. Comics waren lange Zeit Privatsache. Der Kontakt zu Panel in Bremen kam aber schon vor dem Studium zustande und blieb auch darüber hinaus bestehen.

COMIC!: Was hast du vor der ersten eigenen Comicveröffentlichung gemacht? Wo sind deine ersten Werke veröffentlicht worden? Hast du schon als Jugendliche davon geträumt, Comiczeichnerin zu werden?

Elke Steiner: Ich hab Kunst gemacht, Zeichnungen, Objekte ... Meine erste Comic-Veröffentlichung hatte ich schon vor dem Studium bei Panel, wo später auch mein erstes Album und weitere Kurzgeschichten erschienen. Kunst sollte es sein, aber daß es speziell die Comics sind, die mich dauerhaft faszinieren, hab ich erst im Studium herausgefunden.

COMIC!: Welche Comics haben dich zum Zeichnen inspiriert? Hast du Vorbilder?

Elke Steiner: Inspiriert hat mich das gesamte Reprodukt- und teils auch Jochen-Umfeld [Jochen Enterprises, Berliner Independent-Verlag, der Ende 2000 den Geschäftsbetrieb einstellte], und da sind viele meiner Vorbilder, Anke Feuchtenberger, Lillian Mousli, Martin tom Dieck, Minou Zaribaf ....
Isabel Kreitz und Hendrik Dorgathen fand ich auch schon immer klasse. Beim Erlanger Comic-Seminar hab ich dann französische Zeichnerinnen kennengelernt, besonders Annie Goetzinger finde ich ganz toll. Sie und Isabel Kreitz haben mich vielleicht mehr thematisch inspiriert und andere wieder zeichnerisch. Und ich lese unglaublich gerne Alison Bechdels Comics.

COMIC!: Hat sich deine Arbeitsweise im Laufe deiner Arbeitsjahre verändert? Welches sind deine bevorzugten Arbeitsmaterialien? Ist der PC ein Thema für dich? Beschreibe doch mal, wie du deine Comics zeichnest und womit du sie kolorierst.

Elke Steiner: Anfangs habe ich für Comics und Illustrationen fast nur Schabkarton benutzt. Dann habe ich mit Folie experimentiert und mach jetzt viel mit Tusche und Deckweiß auf Papier. Zum Kolorieren mag ich Acryl, auf Folie oder Papier, manchmal koloriere ich auch am Computer. Den benutze ich für Zwischenschritte und für die Kommunikation. Ein Teil Handarbeit ist immer an meinen Bildern, vor allem an den Comics – lieber mehr als weniger.

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Burkhard Ihme (Hrsg.)
Oktober 2007
248 Seiten S/W
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