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Burkhard Ihme (Hrsg.)
Oktober 2005
224 Seiten DIN A4, S/W
EUR 15,25
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COMIC!-JAHRBUCH 2006

Hotzes Welt und gute Musik
Ein Interview mit Jens Bringmann und
Valentin Kopetzki

Von Burkhard Ihme


Nach ihrem ersten Album «Für eine Hand voll Party» um den Techno-Freak Hotze und seine Freunde (erschienen im GROOVE-Hausverlag Thomas Koch) sind Bringmann und Kopetzki nun bei der «Major Company» Egmont gelandet, wo im Mai in der Ehapa Comic Collection «Hotze – Pussy Galore» veröffentlicht wurde.

COMIC!: Könnt ihr für die wenigen Leute, die sie nicht kennen, Hotzes Welt beschreiben?

Bringmann & Kopetzki: Hotzes Leben spielt sich im Dunstkreis von seinem Job im Plattenladen und wilden Partys ab, wo er auch schon mal als DJ tätig ist. Am Ende vom ersten Album macht er zusammen mit seinen Freunden seinen Traum wahr und sie erstehen das Gelände einer ehemaligen kleinen Firma, wo sie zusammen wohnen, ihre Platten- und Klamotten-Shops betreiben und vor allem noch einen Club eröffnen wollen. Da ist sein Kumpel Udo, eine gelegentlich etwas grummeliger Musik-Nerd in dessen Plattenladen Hotze arbeitet. Krause ist der kernige Mann der großen Sprüche, harte Schale, weicher Kern – er ist der Handwerker im Team und schläft vermutlich auch mit Sonnenbrille. Kralle, Verschwörungstheoretiker, Behördenparasit und Drogenopfer, dessen Hand bei einer frühen Loveparade bei zu übermäßigem Speedkonsum steif geworden ist. Lily, Tocher reicher Eltern, die meinen sie habe die falschen Freunde – sie studiert Grafikdesign, hat einen ziemlich hohen Männerverschleiß und ist Hotzes nicht ganz so heimliche Schwäche. Und zu guter Letzt wäre da noch Bea, die freakige Betreiberin des Klamotten-Tattoo-Piercing-Alles-Was-Ich-Mag-Ladens mit einer Schwäche fürs Esotherische. Um Hotze selbst vielleicht nochmal kurz zu charakterisieren – Hotze liebt: seine Freunde, Partys, Frauen, Drogen und gute Musik. Hotze haßt: seine Freunde, Partys, Frauen, Drogen und schlechte Musik.

COMIC!: Macht ihr selber Musik oder wie ist euer Bezug dazu?

Bringmann & Kopetzki: Wir sind jetzt nicht direkt als Musiker dazu gekommen, Comics mit einem musikbezogenen Inhalt zu machen. Wir haben 1994 zusammen mit ein paar Kumpels in Kassel den Techno-House-Club «Aufschwung Ost» und später «Stammheim» gegründet, der bis zu seiner Schließung 2003 einer der wichtigsten Clubs für elektronische Musik in Deutschland gewesen ist. Elektronische Musik und die dazugehörige Partykultur sind somit unsere Wurzeln und daher auch Hotzes Hintergrund, vor dem seine Geschichten spielen. Selber machen wir höchstens auf Hobby-Niveau Musik. Jens (Bringmann) bastelt hier und da am Computer einen Loop zusammen und Valli (Kopetzki) legt auch schon mal auf einer Party im Chillout als DJ auf. Der Bezug ist eher der eines Musikliebhabers.


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