 |
 |
 |
 |
 |
COMIC!-Jahrbuch 2006
Burkhard Ihme (Hrsg.)
Oktober 2005
224 Seiten DIN A4, S/W
EUR 15,25
|
 |
|
BESTELLEN |
 |
|
«Man müßte mal die ganzen
Comic-Schaffenden zusammenbringen»
Interview mit Edgar Brons
Von Harald Leinweber
COMIC!: Wie bist du zu den Comics gekommen?
Edgar Brons: Also, es ist wie bei vielen: Ich habe als Kind gerne gezeichnet. Das hat keiner wahrgenommen außer mir. Irgendwann tauchte ein Freund mit der MICKY MAUS auf. Selbst wenn man nicht lesen konnte, konnte man diese Bilder gut verfolgen das hat mir zugesagt. Als ich dann in die Schule kam, konnte ich sie auch lesen. Das hat mich so fasziniert, daß ich irgendwann selbst angefangen hab, erst die Figuren nachzuzeichnen, und dann habe ich eigene Figuren erfunden, die natürlich arg dran angelehnt waren eine Ente, ein bißchen schief noch und dann hab ich Geschichten darum herumgesponnen.
Welche Comics gabs damals noch? Eine Freundin hat Fix und Foxi gelesen, da haben wir mal reingeguckt. Hin und wieder wenn ich krank war brachte meine Oma mir Felix mit. Das fand ich auch nicht schlecht, war damals noch relativ witzig. Das wars eigentlich. Das waren die Fünfziger, da gab es nicht viel.
COMIC!: Wie standen die Erwachsenen in deinem Umfeld zu dieser Form der Bildgeschichten?
Edgar Brons: Das war okay. Da habe ich keinerlei Probleme gehabt. Gottseidank! Klassenkameraden waren immer total erstaunt, daß meine Eltern dazu nichts sagten. Im Gegenteil die haben auch die MICKY MAUS gelesen. Geht mir ja heute noch so kriege ich so ein Heft in die Hand, lese ich das!
COMIC!: Hast du einen Stil oder Zeichner bevorzugt kopiert?
Edgar Brons: Ja sicher, ich hatte Vorlieben. Als Kind ist mir aufgefallen, daß es verschiedene Zeichner gab. Barks hat mir natürlich gut gefallen der fiel eben auf. Und der Micky-Maus-Zeichner Paul Murry. Das waren die beiden Zeichner, die mich damals angemacht haben, die ich zu kopieren versucht habe. Nicht so sehr die Figuren als vielmehr Hintergründe Paul Murry hat so schöne runde Tannenbäume gemalt oder Barkssche Autos.
COMIC!: Hintergründe sind dir sehr wichtig.
Edgar Brons: Ja, aber ich weiß nicht, ob das von damals her rührt. In «Jack und Billy» ist z. B. haufenweise Winter drin, weil ich in der MICKY MAUS die Wintergeschichten immer gerne gelesen habe und wenige davon drin sind. Da dachte ich, jetzt machst du mal einen Comic, in dem haufenweise Winter ist und selten Sommer halt genau umgekehrt. Deswegen habe ich da so viel im Schnee spielen lassen. Dann habe ich versucht, nicht nur den Schnee zu machen, weil ich dachte, jemand, der das über ein paar Alben hinweg liest, findet es vielleicht langweilig. Deshalb habe ich versucht, Hintergründe reinzubringen. Da hatte ich es zuerst mit Fotos versucht, um etwas zu bringen, was andere Leute auch erkennen, die in Köln oder Umgebung wohnen, in Troisdorf, in Fulda und so. Darauf bekam ich von vielen Leuten gute Resonanz. Da bin ich losgezogen, habe Fotos gemacht und die gezeichnet.
Auf den Geschmack gekommen?
Weiterlesen im COMIC!-Jahrbuch 2006
|