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COMIC!-Jahrbuch 2004
Burkhard Ihme (Hrsg.)
Oktober 2003
256 Seiten DIN A4, S/W
EUR 15,25
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COMIC!-JAHRBUCH 2004

Digital Artist in Elstal
Die German Film School

Von Michael Hackl

Spezial-Effekte sind so alt wie das Kino; im Kinetoscope-Film THE EXECUTION OF MARY, QUEEN OF SCOTS von 1895 aus dem Hause Edison war der erste Effekt der Filmgeschichte zu sehen. In dem nicht einmal eine Minute dauernden Film wird Mary zum Richtblock geführt, sie kniet nieder, der Scharfrichter schwingt sein Beil. Im kritischen Moment wurde der Film beim Dreh angehalten und die Darstellerin durch eine Puppe ersetzt, so dass die Illusion der Hinrichtung für damalige Verhältnisse perfekt war.

Der Franzose Georges Méliès läutete 1897 endgültig die Ära der Illusionen ein. In seinen über 500 Filmen setzte er beinahe jeden auch heute noch in der einen oder anderen Form verwendeten Effekt ein:
• Den Stopptrick, bei dem durch Unterbrechen der Aufnahme Gegenstände oder Personen verschwinden oder versetzt woanders auftauchen.
Im Klassiker KING KONG von 1933 wurde diese Animationsform zum ersten Mal von Willis H. O‘Brien im größeren Maßstab angewendet und war eine Sensation. Die bekannte TV-Serie BEZAUBERNDE JEANNIE (I DREAM OF JEANNIE) lebte noch Jahrzehnte später von dieser Technik.
• Das Split-Screen-Verfahren, bei dem ein Teil des Kameraauges mit einer Maske abgedeckt wird. Der Film wird zurückgespult und eine entsprechende neue Maske auf den bereits belichteten Teil geschoben. Nun wird der restliche Teil des Films belichtet. Dies erlaubt zum Beispiel Doppelgänger-Aufnahmen. Berühmtes Beispiel ist hierfür George Pals TOM THUMB (DER KLEINE DÄUMLING) aus dem Jahr 1958.
• Puppen (Dummys) für gefährliche Stunts
• Pyrotechnik: Feuer und Explosionen
• Unterwassersimulationen durch ein Aquarium gefilmt.
• Zeitlupen- und Zeitraffereffekte. Walter Hills LONG RIDER zelebriert 1980 geradezu die Slow Motion, wieder in MATRIX (1999) zu finden.
• Miniatur-Modelle: In Fritz Langs METROPOLIS (1926) in großem Umfang eingesetzt.

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