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Burkhard Ihme (Hrsg.)
Oktober 2002
240 Seiten DIN A4, S/W
EUR 15,25
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Preisträger 2002 Sonderpreis:
"Herrimans"

Interview mit Patrick Wirbeleit und Volker Sponholz

COMIC!: So, zuerst was Biographisches: Geboren, aufgewachsen, Ausbildung?

Patrick Wirbeleit: Geboren 31.10.71 in Lüneburg - aufgewachsen als Außenseiter in einem Kaff namens Ruschwedel in der Nähe von Buxtehude - Lehre als Einzelhandelskaufmann bei Karstadt und eine abgebrochene als Raumausstatter - danach Selbsternennung zum freien Künstler.

COMIC!: Wie waren deine ersten Kontakte zu Comics (als Leser)?

Patrick Wirbeleit: Disney-Kram - "Tim und Struppi" - Fix und Foxi - Knax - Mad - Schwermetall, das übliche also.

COMIC!: Wie und wann hast du das Comic-Machen für dich entdeckt?

Patrick Wirbeleit: Das ist schwer zu beantworten. Mit der Mattotti-Ausstellung in der Speicherstadt habe ich die Farbe für mich entdeckt! Aber da war ich noch weit davon entfernt, sequentiell zu arbeiten. Aber wenn ich mal gezeichnet habe, war das immer irgendwie comicstilisiert. Irgendwann, 1996 vielleicht, bekam ich den Scott McCloud in die Hände - definitiv eine Offenbarung für mich - ebenso wie die "Krazy Kat"- und "Little Nemo"-Bände aus der Stadtbücherei. Ich habe dann erst einmal einen Pornocomic gezeichnet, dessen Darstellungen so ins Detail gingen, dass die Geschlechtsteile fast bis zur Unkenntlichkeit abstrahiert waren. Ich weiß gar nicht mehr, wie hoch die Auflage war, aber ich habe kaum welche verkauft. Genauso wenig wie von meinem zweiten Heft: Intro für einen Schwulenporno. Dazu muss man sagen, dass ich das immer nur nebenbei betrieb. Ebenso wie das - vollständig in Farbe gezeichnete - Album "Der Geschichtenerzähler" - 1997, 48 Seiten - nie veröffentlicht. Der letzte und endgültige Schritt kam durch eine Ausstellung, die ich im Buxtehude Museum im Dezember 1999 hatte. Ganz grob gesagt, habe ich eine stinknormale Schau von gerahmten Zeichnungen gemacht, die aber über einen übergeordneten Handlungsstrang verbunden waren und somit den Ausstellungskatalog zu einem Comic werden ließ. Da hatte es mich gepackt - und seither konzentriere ich meine ganze Energie auf die Comics.

COMIC!: Siehst du dich primär als Zeichner oder eher als Autor, der eben mit dem Zeichenstift erzählt? Gibt’s da eine "Persönlichkeitsspaltung" in dir, oder ist das ein harmonisches Zusammenspiel?

Patrick Wirbeleit: Interessant, dass du von dieser Seite aus fragst, weil ich mich lange Zeit eher als Zeichner gesehen habe, der versucht, etwas zu erzählen. Ich denke, das hat sich mittlerweile schon geändert, und ich hoffe, meine Talente sind mittlerweile gleichermaßen gut verteilt.

Auf den Geschmack gekommen?
Weiterlesen im COMIC!-Jahrbuch 2003!