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Burkhard Ihme (Hrsg.)
Oktober 2001
240 Seiten DIN A4, S/W
EUR 15,25
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Matte Painting - Geschichte und Zukunft

Von Michael Hackl

1. Definition

"Das englische Wort &Mac220;Matte&Mac221; entspricht etwa dem, was wir als &Mac220;Passepartout&Mac221; bezeichnen: Das Bild wird vervollständigt, indem vorhandene Teile abgedeckt werden. Genau das ist die Funktion des Trickmittels Matte. Einfach gesagt: Beim Realfilm wird ein Bildteil ausgespart, an dessen Stelle dann ein Matte einkopiert wird."
(Making of ..., rororo 1996)

2. Geschichte, Pioniere, Techniken

Im Jahre 1895 folgt ein unscheinbarer Mann namens Georges Méliès der Einladung eines gewissen Antoine Lumière, der ihn in seinem Büro besucht und zu einem unbekannten Abenteuer einlädt. Dieser Besuch sollte eine wahre Revolution im Fortgang der Filmgeschichte auslösen.
Méliès, einen Schausteller und freigebiger Bohemien der Stadt, war fasziniert von dem, was er im Grand Café in Paris dann sah. Szenen des täglichen Lebens, die so naturgetreu auf die Leinwand projiziert wurden, dass man das Schäumen im Bierglas oder die luftige Bewegung sich auflösenden Zigarrenrauches erkennen konnte.
Méliès war nicht der Einzige, den der Anblick der bewegten Bilder tief berührte und über alle Maßen beeindruckte. Neben Begeisterungsstürmen sollen die Vorstellungen der Gebrüder Lumière laut Überlieferung auch immer wieder dazu geführt haben, dass Zuschauer in Ohmacht fielen, weil beispielsweise ein Zug direkt auf sie zuzufahren schien.
Der gewitzte Georges Méliès war sich sofort der technischen Möglichkeiten dieser Wundererfindung bewusst und bot den beiden Lumière-Brüdern alsbald 10.000 Franc für ihre Erfindung. Diese sollte die neue Hauptattraktion seines eigenen Variété-Programms bilden.
Zu seinem Bedauern lehnten die Gebrüder Lumière dieses Angebot ab, um mit ihrer Erfindung selbst kommerziellen Erfolg zu erzielen. Diese Absage hinderte den phantasievollen und nicht minder geschäftstüchtigen Méliès jedoch nicht daran, bereits ein Jahr später, 1896, eine eigene Kamera zu bauen. Hierzu reichte ihm der Erwerb und die eingehende Analyse eines Projektors, den er zuvor von einem Engländer erworben hatte.
Während bei den Lumières die Welt weiterhin so zu sehen war, wie sie sich in der Realität darstellte, begann Méliès, die neue Technik zu nutzen, um die darzustellende Realität zu verfremden. Gesegnet mit einer überbordenden Phantasie inszenierte Méliès Märchen, Komödien und immer wieder Zaubertricks. Bald wandelte sich seine Variétébühne zum reinen Filmtheater...

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