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Burkhard Ihme (Hrsg.)
Oktober 2001
240 Seiten DIN A4, S/W
EUR 15,25
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Preisträger 2001 Bester Independent Comic
Viel mehr als Nichts: "Le grand rien" von Thomas Gilke und Jakob Werth

Interview von Harald Havas

COMIC!: Kurz zu euch selber. Beschreibt doch bitte euren jeweiligen Werdegang, im Comic- und nicht Comic-Bereich...

Gilke: Geboren 1973 in München, Schule, Abi, Zivildienst, Rumlungern; schließlich Grafik-Design-Studium an der FH München, wo ich dann auch den Jakob getroffen hab, um schließlich mit der gemeinsamen Diplomarbeit "Le Grand Rien" als Dipl. Des. (FH) vor die Tür gesetzt zu werden.

Werth: 1972 in Berlin geboren. Kindergarten, Schule und Rumgelungere in München, wo ich dann während meines Grafik-Design Studiums an der FH den Thomas kennen gelernt habe.

COMIC!: Wie kam es zu eurer Edition: wie entstand die, wann, mit welchen Zielen?

Gilke: Hm... Edition? Ich würde "Treibhaus am Himmel" eher eine "Interessengemeinschaft" nennen. Zum ersten Mal ist "Treibhaus am Himmel" 1994 in Erscheinung getreten, weil ich für mein erstes Comicheft ("Klasse Komix") einen Fake-Verlag haben wollte... dann entstand nach und nach die Idee, dass "Treibhaus am Himmel" eine Art Vereinigung von Leuten werden sollte, die versuchen, Eigenproduktionen, welcher Art auch immer, zu publizieren und sich dabei gegenseitig zu unterstützen..

Werth: Genau.

COMIC!: In eurem Siegerband benutzt ihr auffällig unterschiedliche Stile. Welche Absicht steckt da dahinter - und bevorzugt ihr einen bestimmten?

Gilke: Richtig, die Idee von "Le Grand Rien" war ja auch von Anfang an, vier auf den ersten Blick völlig unzusammenhängende Geschichten zu erzählen, die aber ein großes Ganzes ergeben sollten... Ich persönlich habe keinen "festen" Stil (außer vielleicht, dass ich es liebe, minimalistisch und plakativ zu arbeiten), weil ich der Meinung bin, dass jede Geschichte sozusagen in "ihrem" eigenen Stil erzählt werden sollte, um eben genau "diese" Geschichte zu werden... äh... kann man das so nachvollziehen?

Werth: Mir geht’s genauso. Ich könnte nicht ausschließlich in einem festen Stil zeichnen. Ich finde es einfach spannender, immer wieder was Neues zu probieren. Nachteilig daran ist allerdings, dass die Wiedererkennbarkeit auf der Strecke bleibt. Richtig reich und berühmt wird man so wohl nicht (seufz!)...

Auf den Geschmack gekommen?
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