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COMIC!-Jahrbuch 2001
Burkhard Ihme (Hrsg.)
Oktober 2001
240 Seiten DIN A4, S/W
EUR 15,25
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COMIC!-JAHRBUCH 2001

Vom Insider-Tipp zum Bestseller:
Die Manga-Szene im Wandel

Von Steffi Holzer M.A. und Lars Erbstößer

Als in der ersten Hälfte der 90er Jahre die ersten Manga in Deutschland erschienen1, wurden sie von der etablierten Comic-Szene überwiegend mit einem abfälligen Lächeln abgetan - das "Medienereignis &Mac220;Akira&Mac221;" (Katsuhiro Otomo, dt. Carlsen, ab 1991), das den gleichnamigen High-Budget-Film2 begleitete, vielleicht ausgenommen. Fünf Jahre später sind die einstigen "Billigcomics aus Fernost" zu einem der einnahmestärksten Zweige nicht nur der deutschen Comicbranche geworden.

Bei ihren ersten zögernden (und letztendlich fehlgeschlagenen) Versuchen, die in Amerika und England (sowie auch bei uns als Importe) so erfolgreichen japanischen Comics auch hierzulande zu etablieren, waren die Verlage noch stark am englischen Sprachraum orientiert, was Auswahl der Titel und Übersetzungen (meist aus dem Amerikanischen) anging, und sie pressten die, mit einer dafür völlig ungeeigneten Erzählstruktur behafteten Comics rigoros in das damals übliche Albenformat. Heute indessen verlassen sie sich bei der Auswahl neuer Titel mittlerweile zunehmend auf ihre eigene Urteilsfähigkeit, vielleicht mit einem kleinem Seitenblick nach Frankreich, wo Comics und Zeichentrickfilme aus Japan bereits seit Jahren als ein Bereich der Comic-Industrie Akzeptanz gefunden haben, nicht zuletzt aber auch unter Berücksichtigung des, per Briefverkehr und Internet, oft sehr nachdrücklich übermittelten Feedbacks der Leser. Als wesentlicher Beitrag zum Erfolg des Manga in Deutschland muss dabei die originalgetreue Publikation im preisgünstigen Taschenbuchformat, teilweise sogar in japanischer Leserichtung, und die direkte Übersetzung aus dem Japanischen gewertet werden, die Carlsen 1997 mit "Dragonball" einführte...

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