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Burkhard Ihme (Hrsg.)
Oktober 2001
240 Seiten DIN A4, S/W
EUR 15,25
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COMIC!-JAHRBUCH 2001

Wellenreiter und Strandläufer
Interview mit Eckart Sackmann

Von Burkhard Ihme

COMIC!: Die Printausgabe des Fachmagazins RRAAH! wird Ende dieses Jahres eingestellt. Lassen sich die im Editorial zu RRAAH! 54 genannten "rein privaten Gründe" und "anderen Projekte" weiter präzisieren?

Sackmann: Um erst mal für mich allein zu sprechen: Ich bin nach 14 Jahren auch deswegen RRAAH!-müde, weil ein regelmäßig erscheinendes Magazin regelmäßig Zeit fordert. Aus dieser Tretmühle will ich endlich raus. Außerdem verlangt die Bandbreite der Beiträge in RRAAH!, dass ich mich in Themen einarbeiten muss, die mir im Moment nicht wichtig sind. Ich arbeite gerade an einer Darstellung der deutschen Comicgeschichte, und da ist ein gedanklicher Ausflug zu Gibrat oder Baru eher lästig. Der zweite Grund für die Rückstellung von RRAAH! - und das betrifft jetzt auch Peter Hörndl - liegt in der Planung von comicplus+. Wir werden noch in diesem Winter das Programm enorm ausweiten und wollen, so der Markt mitspielt, 2002 wieder unser früheres Level von 20 Titeln im Jahr erreichen. Das erfordert Engagement, und dieses Engagement für die Buchproduktion stelle ich derzeit über die Arbeit an einem Magazin.

COMIC!: Welche Überlegungen führten 1987 zur Markteinführung des neuen Fachmagazins? Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits bzw. noch Die Sprechblase, COMIC FORUM, COMIC REDDITION und STRIPSPIEGEL. Wie setzte sich RRAAH! von diesen Publikationen ab?

Sackmann: Wir brauchten damals einen Werbeträger für unseren Verlag, und in der Frühphase haben wir ja auch kräftig Werbung für unsere eigenen Zeichner gemacht. Durch das Konzept von RRAAH!, sich eher am Marktgeschehen zu orientieren als an der Comic-Historie oder Werkanalyse, hat sich unser Heft deutlich von den bestehenden Magazinen unterschieden. Das Konzept war gut und richtig; nur deswegen haben wir so lange überlebt. Natürlich hat sich RRAAH! immer wieder gehäutet. Wenn wir jetzt aufhören, habe ich nicht das Gefühl, das Heft passe nicht mehr in diese Zeit. Im Gegenteil. Mir gefällt RRAAH! jetzt sehr gut, und von den Lesern höre ich dasselbe...

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