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COMIC!-Jahrbuch 2001
Burkhard Ihme (Hrsg.)
Oktober 2001
240 Seiten DIN A4, S/W
EUR 15,25 |
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Feindbilder - Die importierte Hysterie
Von den Wurzeln der Comic-Verfolgung bis zum Alpha-Prozess der Gegenwart
Von Harald Havas
Das Vorspiel
Die aktuellen Geschehnisse der letzten Jahre um den Alpha Comic Verlag, jüngste Hakenkreuz-Retuschen bei Tilsner... all das und vieles mehr legt den unerfreulichen Schluss nahe: Eine Zensur findet doch statt. Vorurteile gegen Comics sind noch immer präsent, und Teile der Öffentlichkeit begegnen diesem vielfältigen Medium nach wie vor mit Unverständnis.
Zensur- und Verbotsfälle wurden daher auch während des diesjährigen Münchner "Comicologischen Congresses" thematisiert. Die anhaltenden Ressentiments sind jedoch kein großes Wunder, wenn man die Problematik in ihren historischen Rahmen stellt. Dies soll im Folgenden versucht werden.
In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts kam es in der gesamten westlichen Welt (sowie Teilen des Ostens) zu einem Aufstand besorgter Eltern und Jugendschützer gegen das Medium Comic. Je nachdem, welcher Nation oder welchem ideologischen Lager sie angehörten, äußerten sich diese Kämpfer für das Wahre, Gute und Schöne verschieden, und dementsprechend fielen auch ihre Gegenmaßnahmen aus: in den USA versuchte man "schlechte" durch "gute" Comics zu ersetzen, in Frankreich richtete man sich gegen "ausländische Gewalt-Comics" und in Deutschland und Österreich gleich gegen das gesamte Medium...
Auf den Geschmack gekommen?
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