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Juni 2000
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Revolution in Toontown oder
Einer gegen Alle, alle gegen Disney

Von Tobias Schwarz

Mitte der 90er Jahre stiegen drei traditionsreiche Hollywoodstudios in die bis dahin von Disney dominierte Zeichentrickfilmarena. 5 Jahre sind verstrichen, Zeit, ein erstes Resümee über den Stand des animierten "Feature film" zu ziehen.

Der Zeichentrickfilm boomt. In den vergangenen 12 Monaten schafften es über 7 abendfüllende Trickfilme in die amerikanischen Kinokassen und spielten fast ohne Ausnahme stattliche Summen ein. Allen voran Disney's "Tarzan" ($170 Millionen), "Bugs life" ($199 Millionen) und "The Prince of Egypt" (101 Millionen). In den internationalen Top 50 der erfolgreichsten Kinofilme finden sich ganze 6 Trickfilme (allesamt von Disney). Ich möchte gar behaupten, wir befinden uns erst jetzt im goldenen Zeitalter des Zeichentrickfilms.

Alles begann Weihnachten 1937 in Hollywood. Entsprechend dem amerikanischen Traum zauberte der von armer Herkunft stammende Walt Disney mit "Schneewittchen und die sieben Zwerge" eine neue Kunstform auf die internationale Kinoleinwand. Das umjubelde "Schneewittchen" wurde zum erfolgreichsten Film 1938. Mit den reichhaltigen Profiten expandierten die Disney-Studios und stürzten sich in die Produktion von "Pinocchio" und &laqno;Fantasia".

Noch zu Beginn der &laqno;goldenen Ära" in den 20er und 30er Jahren erfreuten sich Animatoren trotz allgemeiner Wirtschaftkrise in den USA stolzer Gehälter. Neben den Disney-Studios waren u. a. Schlesinger/Warner Brothers Studios, Max Fleischer Studios und MGM hochaktiv im Produzieren von ungemein populären &laqno;Shorts", die im Vorprogramm des Kinoprogramm liefen. Doch Disney alleine entwickelte sich zum ungekrönten König der Leinwand. Er allein beherrschte und produzierte abendfüllende Zeichtrickfilme (...)


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