Bester Comicbeitrag (realistisch):
"Bosnian Flat Dog" von Max Andersson und Lars Sjunnesson (Reprodukt)
Max Andersson und Lars Sjunnesson erzählen eine zugleich beklemmende, irritierende wie komische Geschichte über den Krieg in Ex-Jugoslawien.
"Indem ich etwas zeichne, was ich erlebt habe, werden die Erinnerungsbilder in meinem Kopf von meinen Zeichnungen ersetzt", erklärt das Alterego der Zeichner im Comic. Realität und Fiktion, persönliche Erlebnisse, Träume und Phantasien der Autoren verzahnen sich zu einer absurden Geschichte.
Was als scheinbar realistische Erzählung beginnt, in der die Autoren eine Reise ins Nachkriegsbosnien schildern, verliert sich im weiteren Verlauf in Parallelerzählungen, die miteinander verwoben werden. Realität kippt in Fiktion und umgekehrt. Grauen löst sich in schwarzem Humor auf.
Die unterschiedlichen Erzählebenen werden durch den homogenen grafischen Ausdruck zusammen gehalten. Beiden Künstlern gelingt ein erstaunlich einheitlicher Zeichenstil. Holzschnittartige, expressive Bilder im harten Schwarz-Weiß-Kontrast, puppenhafte Körper mit grotesken Fratzen, verzerrte Perspektiven verstärken die surreale Stimmung der Geschichte.
"Bosnian Flat Dog" erhebt nicht den Anspruch, die Wahrheit des Krieges zu schildern oder gar politisch korrekt zu sein. Der Band ist subjektiv, phantastisch, absurd. Damit kommt er vielleicht der Unfassbarkeit eines Krieges und seiner Auswirkungen besonders nah.
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Cover 8x10,7 cm 300dpi/4c 396 KB
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Cover 8x10,7 cm
300dpi/sw 288 KB
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Bildbeispiel 12x11 cm 300dpi/sw 668 KB
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