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Bestes
Szenario 2003: Diana R. Sassé - "Memories of the Antique
White House"
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Seit vielen Jahren fällt die emsige Zeichnerin und Geschichten-Erzählerin
Diana Sassé mit einer Vielzahl von Publikationen auf und immer
aus dem Rahmen. Denn in ihren Geschichten herrscht auf groteskeste
Weise permanent die größtmögliche Vermischung verschiedener
Zeiten und Bezugsebenen. Zentauren im Ersten Weltkrieg? Kein Problem,
bei Sassé sind Sie da richtig! Wobei ihr sehr zum Realistischen
tendierender Semi-Funny-Stil, ihre glaubhaft lebendigen Charaktere
sowie die in sich geschlossene Logik den abstrusen Phantasie-Welten
stets mehr als nur einen Hauch von zumindest innerer Wahrheit verleiht.
So auch bei der neuesten Reihe "Memories of the Antique White
House" um einen paganistischen Präsidenten John F. Kennedy,
der in einem bukolischen Amerika regiert und gelegentlich beim russischen
Zaren zu orgiastischen Saturnalien geladen wird. Dass dieser Kennedy
neben Jacqueline auch noch mit Marilyn Monroe sowie weiteren Frauen,
Männern und einem jungen Pferdemenschen verheiratet ist, sei
hier nur am Rande erwähnt ... Sassés Geschichten sind
vielleicht eigen oder verrückt, eines sind sei jedoch mit Sicherheit:
lesenswert. |