Bestes Szenario:
"Grimm 3 - Fitchers Vogel"
von Eckart Breitschuh und
Martin Schlierkamp (Zwerchfell)
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Mit dem Preis an "Grimm" will die
Jury, obwohl es der Preis für das beste Szenario ist, nicht nur
die Texte der Reihe, sondern auch die hervorragenden Beiträge der
abwechselnden Zeichner sowie die Konzeption der Gesamtserie auszeichnen.
Wer glaubt, dass Märchen (nur) etwas für Kinder sind, der hat
schon lange keine mehr gelesen. Abhilfe schafft da nur die Lektüre
einiger Originalmärchen der Gebrüder Grimm, psychologische Abhandlungen
zu diesen - oder eben die Serie "Grimm" von Breitschuh
und Mittätern. Denn hier hat man beides auf einmal - und ansprechende
Comics noch dazu. Tatsächlich hält sich in den "Grimm"-Heften
die Werktreue zu den Originalen, eine oft recht drastische Umsetzung
der in den Märchen oft nur dezent angedeuteten Gräuel und Obszönitäten
und eine gewisse distanzierte Ironie auf angenehmste Weise die Waage.
Besonders der in den Zeitraum der Jurierung fallende dritte Band
bringt den Sinn der Serie mit dem eher unbekannten Märchen "Fitchers
Vogel" - hervorragend umgesetzt von Martin Schlierkamp - auf
den Punkt. Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber selten wurden
Sex und Splatter in einer Comic-Publikation so sinnvoll, themengemäss
und zweckmässig umgesetzt.
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