Jutta Bauer
Die Hamburger Autorin und Illustratorin Jutta Bauer erhält den von der Deutschen Bischofskonferenz gestifteten Kinder- und Jugendbuchpreis 2002. Gewürdigt werde ihr Bilderbuch "Opas Engel", das sich wohltuend und einfühlsam von anderen Engel-Büchern abhebe, teilte die Bischofskonferenz mit. Der Preis ist mit rund 5100 Euro dotiert. Bereits in ICOMintern 109 konnten wir melden: ICOM-Mitglied Jutta Bauer erhielt für ihr Bilderbuch "Schreimutter" den Deutschen Jugendliteraturpreis 2001 des Bundesfamilienministeriums (dotiert mit 15.000 DM)
Jutta Bauer wurde 1955 in Hamburg geboren. Sie studierte an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg Illustration. Sehr schnell machte sie sich einen Namen als Bilderbuchillustratorin. 1985 erhielt sie den Troisdorfer Bilderbuchpreis für "Gottfried, das fliegende Schwein" von Waldrun Behnecke. Als Cartoonistin ist Jutta Bauer durch ihre regelmäßigen Veröffentlichungen in der Frauenzeitschrift BRIGITTE bekannt geworden. Sie lebt mit ihrem Sohn Jasper in Hamburg.
"Wundervoll! Dieses Buch sucht seinesgleichen! Es ist wunderbar erzählt und hinreißend gut illustriert. Die Geschichte ist simpel und knapp - und transportiert dennoch unglaublich viele Inhalte. So ist das Leben - oder so kann es sein. Wie gut, daß es einen Schutzengel gibt. Glückwunsch an Jutta Bauer, deren Büchlein im Bücherschrank nicht nur neben den "Kleinen Prinzen" und "Hallo, Mr. Gott, hier spricht Anna" gehört." (Kundenrezension auf Amazon.de)
Hellboy
Unter dem neuen Label "Crossculture Comics" oder kurz "Cross Cult" werden 4 Tradepaperbacks mit dem Hauptwerk Mike Mignolas veröffentlicht. HELLBOY Band 1: Saat der Zerstörung, 144 Seiten, schwarz-weiß, A5, 15,50 Euro, enthält Hellboy-Pin-Ups von Martin Frei, Eckart Breitschuh, Isabel Kreitz und Sascha Thau und teilweise sogar mir bekannten (Frank Miller) amerikanischen Zeichnern.
HELLBOY Band 2: Der Teufel erwacht, ca. 160 Seiten, schwarz-weiß, A5, Ab Ende Mai 2002 im Handel, 18 Euro. Die Bände 3 (18 Euro) und 4 (15,50 Euro) waren ursprünglich für Juni und September angekündigt, werden sich aber verschieben.
Der Band ist hervorragend aufgemacht (Hardcover, gutes und sehr dickes Papier). Durch die Verkleinerung auf DIN A5 ist das Lettering für Leser an der Schwelle zum Greisenalter wie ich manchmal etwas mühselig zu lesen.
Bemerkenswert ist die HELLBOY-Origin-Story (die ersten 8 Seiten). Hier werden die Möglichkeiten des Erzählens im Comicstil auf den Stand von 1832 vorangetrieben (ob Rodolphe Töpffer allerdings auch so wirr erzählt hat, weiß ich nicht).
Neues Urhebervertragsrecht
Nach mehr als zwei Jahren erbitterter Diskussion en hat der Bundestag am Freitag, den 25. Januar 2002 ein neues Urhebervertragsrecht verabschiedet. Das Gesetz gewährt Autoren, freien Journalisten, Übersetzern und anderen Kreativen der Medienwirtschaft Anspruch auf eine angemessene Vergütung ihrer Arbeit. Verlage und freie Mitarbeiter müssen dafür nun Regelungen aushandeln, die jedoch nicht rechtsverbindlich sind.
Autoren werden außerdem stärker als bisher am Erfolg ihrer Werke beteiligt. Der von Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin eingebrachte Entwurf wurde mit Stimmen aus allen Fraktion beschlossen. Medien- und Autorenverbände begrüßten das Gesetz.
Bisher seien die einzelnen Urheber der Macht der Medienindustrie ausgeliefert gewesen, sagte die SPD-Politikerin in Berlin. Jetzt werde ein Stück Vertragsparität hergestellt. Dagegen erklärte der CDU-Abgeordnete Norbert Röttgen, die Ministerin habe von ihrem ursprünglichen Entwurf auf Druck von Bundeskanzler Gerhard Schröder deutlich abrücken müssen. Die CDU/CSU-Fraktion habe sich mit ihren Vorschlägen auf der ganzen Linie durchgesetzt.
Däubler-Gmelin erklärte dazu, ihr sei der zunächst vorgesehene Zwang zur Annahme eines Schlichterspruchs bei Honorarstreitigkeiten lieber gewesen. Diese Passage war nach heftigen Protesten der Medienverbände und der Verlage in letzte Minute gestrichen worden.
Die tarifähnliche Tabelle greift jetzt nur, wenn beide Seiten zustimmen. Auch das anschließende Schlichtungsverfahren hat keine bindende Wirkung. Der Autor kann zwar mit seinem Anspruch vor Gericht gehen. Das Gericht muß sich aber in seiner Entscheidung nicht auf die brancheninternen Vereinbarungern stützen.
Auch der "Bestseller-Paragraph", der die Vergütung von Autoren bei unerwartetem Erfolg ihrer Werke regelt, wurde nach Vorstellungen der Verleger neu formuliert. Kreative, deren Werke höhere Erlöse erzielen als zunächst vermutet, können an die einzelnen Verwerter Nachforderungen stellen. Im ursprünglichen Entwurf mußte der Erst-Verwerter für alle Nutzungen in der Verwertungskette gegenüber dem Autor haften und seine Ansprüche erst danach bei den Lizenznehmern anmelden.
Comic-Seminar Erlangen
Seit 1986 findet das deutsch-französische Comiczeichner-Seminar jährlich in Erlangen statt. Veranstalter sind die Zeichner-Agentur Contours Paul Derouet und das Kulturamt der Stadt Erlangen.
Geleitet wird dieses 17. Comic-Seminar Erlangen am 24. bis 30. Mai 2002 von Ulf Keyenburg (Ulf K.), Autor und Zeichner ("Der Exlibris", "Der Plan des Dr. Babylon"), Michel Plessix, Autor und Zeichner ("Julian B.", "Der Wind in den Weiden")
Paul Derouet (Agentur Contours).
Die Teilnahme ist auf maximal 20 Personen beschränkt, die bereits über eine gute Zeichentechnik und eine gewisse Routine verfügen. Es handelt sich hier vorwiegend um die Umsetzung bereits vorhandenen Könnens im Comic-Bereich. Die im Rahmen des Seminars realisierten Arbeiten werden während des 10. Internationalen Comic-Salon Erlangen ausgestellt, der anschließend (30. Mai - 2. Juni 2002) stattfindet.
Pro Teilnehmer kostet das Seminar 400 Euro zzgl. MwSt. (inklusive Frühstück und Übernachtung)
oder 300 Euro zzgl. MwSt. (ohne Unterkunft). Bewerbungsunterlagen (kurzer Lebenslauf und A4-Kopien verschiedener Arbeiten (Comics, Illustrationen, Skizzen
) bis spä testens 5. April 2002 (bitte keine Originale). Frankierten und adressierten Rückumschlag bitte nicht vergessen. Jeder Bewerber erhält bis Mitte April Antwort. Bewerbungen an Contours - Paul Derouet ,Goetheallee 24, 22765 Hamburg, Tel (040) 23 80 90 12, Fax (040) 23 80 90 14, E-mail: contact@contours-art.de
Power Freaks
"Sonntag war auch der Tag, als das POWER FREAKS-Fieber um sich griff. Wir brauchten drei Tage, um zu begreifen, was für ein Juwel da an den Start gegangen war. Binnen Stunden war das Lauffeuer durch alle Hallen gegangen und egal, wohin man blickte, man sah Leute mit einer frisch erstandenen Ausgabe umher laufen. Das Verlagsmotto "Kaufen sie das ganze Verlagsprogramm für nur 2.90 Euro" war wohl aufgegangen. POWER FREAKS ist in der Tat der Geheimtipp des Salons geworden. Und weil POWER FREAKS so besonders, so anders ist, werden wir uns diesem Heft auf COMICGATE ausführlich widmen. Demnächst also mehr dazu. Darum möchte ich jetzt nicht mehr dazu verraten, außer: Da kommt was auf uns zu!" Sascha Thau in seinem Erlangen-Bericht auf Comicgate.de
Sekundär
Wie sein Vorgänger (Fachpressen-Index 1996-
1999) erschließt der Band fast sämtliche deutschsprachigen Comic-Fachperiodica des angegebenen Zeitraums in Verfasser-, Personen-, Sach- und Comic-Titel-Register.
Zusätzlich zu den Registern enthält der Index 2000 eine Inhaltsangabe aller ausgewerteten Titel, von HIT COMICS über RRAAH! bis zur SPRECHBLASE. Der Band kostet 4,- € und ist nur bei Werner Berres und dem ICOM Indfependent Comic Shop erhältlich [Werner P. Berres, Giselherstraße 19, 50739 Köln, Tel (0221) 74 58 72, E-mail: berres@hbz-nrw.de].
Trickfilm-Stuntzeichner
In der Wiederholung der gerade eingestelten "Wochenshow" auf SAT.1 war ein von Bastian Pastewka verkörperter "Stuntzeichner" namens "Sven Knoch" zu sehen. Darauf unser Mitglied gleichen Namens, zur Zufälligkeit dieser Begebenheit befragt:
"Oh, das ist kein Zufall. Ich war von 1997-2000 bei der Brainpool TV AG in Köln Grafikchef und hatte mir zu diesem Zweck ein Büro in den Produktionsräumen der Wochenshow eingerichtet, die ich während der gesamten Zeit hauptamtlich mit Werbeparodien und Fotomontagen versorgte. Mit dem Stuntzeichner haben Bastian, Anke, die Autoren Tommy Jaud und Andreas Gaw sowie der Regisseur Michael Schmidt mir ganz gezielt ein Denkmal gesetzt. D.h.: ich stand nichtsahnend bei der Aufzeichnung mit meinem Kölsch, sah das fertige Elaborat vor versammelter Mannschaft und durfte brav rot werden... Bastian hatte von der Maske mein schwarzes Zauselhaar verpaßt bekommen und trug auch noch dieselbe Art rote Hornbrille, die hier in Köln mein Markenzeichen geworden ist ... Die hatten mich ja unter einem Vorwand auch noch in meiner eigenen Hommage mitspielen lassen (irgendwann in dem Beitrag gehe ich mit drei Fake-Hunden an Bastian Pastewka vorbei). Mir hatte mein Wochenshow-Büro aber auch ne Menge Spaß gemacht - wir nannten es auch, frei nach dem Spezialtechniker von James Bond, gerne "Qs Office", weil ich mit grafischen Hals-über-Kopf-Aktionen manchen Dreh gerettet habe... [Sven K., E-mail: sven@svenk.de Internet: http://ivy.de]
Martin Jurgeit verläßt ZACK
Laut Aussage von Klaus D. Schleiter im Comicforum wird Martin Jurgeit nur noch die Nummern 43 und 44 des Comicmagazins betreuen. Seine Position wird anschließend mit einem bereits ZACK-erfahrenen Redakteur neu besetzt. Die Nummer 42 ist nach einer Umstellung des Erscheinungstermins vom Mitte auf das jeweilige Monatsende diesmal als 96-seitiges Super-ZACK erschienen. U.a. mit einem Interview mit Ulf K., Porträt und One-Pager "Der kleine Tod" von Bernd Natke sowie drei Seiten mit Serienporträt und Doppelseite "Commander Cork" von Rudolph Perez (ZEBRA).
av@tar - Preis 2002 auf der Frankfurter Buchmesse
Gerhard Schlegel (Laska Comix): Der Preis für den besten eingereichten Online Comic/Flash Film, gestiftet vom Dino-Verlag wurde am 9. Oktober wieder auf der Buchmesse verliehen. Den 1. Platz haben wir gewonnen, d.h. Markus Gruber, Gerhard Schlegel und Elke Reinhart von Laska Comix. Plus den Preis (1 Mad-Abo) für die beste MAD-Grußkarte. Unser Titel war, "Geschichten aus dem Untergrund", 90 % der Arbeit an den Film stammt von der Elke, von mir nurn paar Hintergründe. Den 2. Platz machten Team Buqak 3 (Bernd Unger, Sascha Schölzel und Thorsten Schölzel), dann auf dem 3. Platz, Mac und THX und auf dem 4. Platz Ulli Lust und bei gleichem Punktestand: "Treibhaus am Himmel"-Thomas Gilke (ICOM-Preisgewinner 2001). Die Filme sind zu sehen unter: http://www.dinocomics.de/index_528.htm Die Gewinnerfilme wurden auf einer Leinwand vorgeführt, kommentiert und die Preise übergeben. Das war alles sehr schön moderiert, nur schade, daß die Presse von Jahr zu Jahr weniger wurde.
Weg aus Hamburg
Eckart Sackmann und damit auch der comicplus+ Verlag ("Anna Stein", "Gregor Ka", "Die zehn Gebote") sowie comic.de-Redakteur Andreas Dierks haben ihre Zelte in der Angoulême-Partnerstadt Hildesheim aufgeschlagen: comicplus+ Verlag Sackmann und Hörndl, Hoher Weg 2, 31134 Hildesheim, Tel 05121/98123-0, Fax 05121/98123-1.
Inter View - Popcomics
"Inter View" ist eine comicjournalistische Umsetzung des Themas "Pop und Comic" des Autoren/Zeichnerteams Helge Arnold und Christopher Tauber. Der Band beeinhaltet gezeichnete, bzw. in Bildergeschichten umgesetzte Interviews mit Musikkünstlern wie Ash, Stereo Total, Eels, Helge Schneider oder Sportfreunde Stiller. Kurze Texte zur Entstehung der Comicinterviews ergänzen die teils schwarzweißen, teils vierfarbigen Bildergeschichten. [Inter View Popcomics, Helge Arnold/ Christopher Tauber, 128 Seiten, farbig und s/w illustriert, Broschur, Ventil Verlag, ISBN 3-930559-951, 12.90 €] |